Qi-Stagnation vs. Blutstauungskonstitution: Der Ansatz

Festgefahrene Energie vs. festgefahrene Materie
Obwohl Qi (Energie) und Blut untrennbar miteinander verbunden sind („Qi ist der Befehlshaber des Blutes, Blut ist die Mutter des Qi“), benötigen Konstitutionen, die zu Qi-Stagnation neigen, einen grundlegend anderen Lebensstil und eine andere Behandlung als solche mit Blutstase.

Qi-Stagnationskonstitution: Der „Spannungsfrühling“
Bei diesen Menschen ist die Energie blockiert, oft aufgrund von Emotionen.

Merkmale:Häufiges Seufzen, wechselnde Schmerzen, Blähungen, Stimmungsschwankungen, PMS. Das Handgelenk ist angespannt („drahtig“).


Ansatz:Der Schlüssel istBewegung und EntspannungDie


Therapie: Kräuter, die „aromatisch“ sind und das Qi öffnen (wie Minze und Mandarinenschale). Akupunktur mit Fokus auf die Durchblutung.


Lebensstil: Ausdauertraining ist hervorragend geeignet, um den Qi-Fluss aufrechtzuerhalten. Kreativer Ausdruck (Singen, Schreiben) hilft, emotionale Blockaden zu lösen. Vermeiden Sie schwere, fettreiche Speisen, die den Energiefluss hemmen.


Blutstase-Konstitution: Der „fixierte Block“

Hier wird die Durchblutung physisch verlangsamt oder blockiert. Dies ist ein tiefer liegendes, hartnäckigeres Muster.

Merkmale: Schmerzen an einer bestimmten Stelle (stechend), dunkle Hautfarbe, violette Lippen oder Nägel, schmerzhafte Menstruation mit Blutklumpen, raue Haut („Eidechsenhaut“), Krampfadern.


Ansatz:Der Schlüssel istErwärmung und AktivierungDie


Therapie: Starke Kräuter, die die Durchblutung anregen (wie Pfirsichkerne und Safran), sind sehr wirksam. Schröpfen oder Gua Sha helfen effektiv dabei, alte Blockaden zu lösen.


Lebensstil: Wärme ist wichtig; Kälte lässt das Blut gerinnen. Sanfte, gleichmäßige Bewegung (Gehen, Tai Chi) ist besser als explosive Übungen. Die Nahrung sollte wärmend und würzig (Kurkuma, Ingwer, Essig) sein, um die Blutgefäße offen zu halten.


Abschluss
Qi-Stagnation erfordert Luft und Bewegungsfreiheit; Blutstauung hingegen Wärme und Fluss. Ein falscher Ansatz (beispielsweise eine zu aggressive Behandlung der Qi-Stagnation) kann den Patienten erschöpfen, während ein zu sanfter Umgang mit Blutstauung wirkungslos ist.