Wen Dan Tang: Mut und der Magen

Der Zusammenhang zwischen Gallenblase und Übelkeit

Wen Dan Tang(„Gallenblasenaufguss erwärmen“) ist eine faszinierende Rezeptur, die die Lücke zwischen körperlichen Beschwerden (Übelkeit) und psychischen Beschwerden (Angstzustände/Unentschlossenheit) schließt.
Das Muster: Gallenblasen-Magen-Disharmonie

In der traditionellen chinesischen Medizin arbeiten Gallenblase und Magen zusammen. Der Magen soll Qi nach unten leiten. Die Gallenblase soll die Entscheidungsfindung unterstützen („Mut“). Gelangt Schleim-Hitze in dieses System, kommt es zu Störungen.

Physisch:Das Magen-Qi sinkt nicht ab, sondern rebelliert → Übelkeit, Erbrechen, bitterer Geschmack.


Mental:Die Gallenblase wird durch Schleim gestört → Die Person wird nervös, unentschlossen, schwindlig und leidet unter Schlaflosigkeit oder Albträumen.


Die Operation

Wen Dan TangEs erfüllt zwei Funktionen:
Es löst Schleim und Hitze (Zhu Ru,Zhi Shi).


Es stellt das Zusammenspiel zwischen Magen und Gallenblase wieder her.


Moderne Anwendung

Heute wird diese Rezeptur häufig bei Menschen mit Angststörungen, PTBS oder starker Übelkeit (z. B. in der Schwangerschaft oder nach einer Chemotherapie) angewendet, die auch unter innerer Unruhe und Konzentrationsschwierigkeiten leiden. Sie zeigt, dass in der traditionellen chinesischen Medizin „Mut“ und ein „starker Magen“ tatsächlich miteinander verbunden sind.