Wind-Kälte vs. Wind-Hitze bei Qi-Mangel

Wenn die Burgmauer schwach ist
Dringt ein Krankheitserreger (wie ein Virus) in den Körper ein, spricht man in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) von einem „Windangriff“. Normalerweise wehrt sich der Körper mit Fieber und Schüttelfrost. Bei Menschen mit einer angeborenen Qi-Schwäche (geringer Widerstand) verläuft diese Abwehr jedoch anders. Die „Burgmauer“ (Wei Qi) ist zu schwach für einen heftigen Kampf.

Konstitution: Qi-Mangel

Diese Person ermüdet schnell, bekommt Atemnot, schwitzt bei Anstrengung leicht und ist blass.

Wind-Kälte bei Qi-Mangel

Normalerweise verursacht Wind-Cold starkes Schüttelfrost, kein Schwitzen und einen steifen Nacken.

Bei Qi-Mangel:Dem Patienten ist kalt und er zittert, aber er schwitzt.Trotzdem(Ein Paradoxon, da Kälte normalerweise die Poren verschließt.) Dies liegt daran, dass das Wei Qi zu schwach ist, um die Poren geschlossen zu halten. Das Fieber ist niedrig oder fehlt ganz (fehlende Kraft für das Feuer). Es besteht extreme Müdigkeit und eine Abneigung gegen Wind. Der Puls ist zwar spürbar, aber schwach.


Ansatz: Wir müssen den Krankheitserreger austreiben, aber sehr behutsam. Zu starke, schweißtreibende Kräuter würden das wenige vorhandene Qi vertreiben und zum Zusammenbruch des Patienten (Qi-Erschöpfung) führen. Wir verwenden milde, unterstützende Rezepturen (wie zum Beispiel …).Shen Su Yin).


Wind-Hitze bei Qi-Mangel

Normalerweise verursacht Wind-Hitze hohes Fieber, Halsschmerzen, Durst und Schwitzen.

Bei Qi-Mangel:Das Fieber bleibt relativ niedrig (der Körper kann keine Wärme erzeugen), aber die Halsschmerzen können lange anhalten. Das Schwitzen ist stark und erschöpfend. Durst ist vorhanden, aber der Patient hat nicht die Kraft zu trinken. Der Husten ist schwach und wirkungslos.


Ansatz: Gleichzeitig Hitze ableiten und Qi nähren. Wenn wir nur kühlen (Antibiotika/kalte Kräuter), schädigen wir das Milz-Qi zusätzlich, und die Infektion bleibt latent.


Abschluss
Bei einer schwachen Konstitution lautet die Priorität: „Stärke das gerade Qi (die Widerstandskraft) und vertreibe gleichzeitig das schädliche Qi (den Virus).“ Ein alleiniger Angriff ist kontraproduktiv.