Leuconostoc mesenteroides LM60 – Spezialisiertes Milchsäurebakterium für Fermentation sowie Mund- und Darmgesundheit
Leuconostoc mesenteroides (und spezifisch der Stamm LM60) ist ein kugelförmiges, grampositives Milchsäurebakterium, das eine herausragende Rolle bei der natürlichen Fermentation von Lebensmitteln spielt, wie beispielsweise bei der Herstellung von Sauerkraut, fermentierten Würsten und bestimmten Milchprodukten. Im Gesundheitsbereich und in hochwertigen probiotischen Nahrungsergänzungsmitteln (oft in Kombination mit spezifischen Präbiotika und in Anti-Aging-Formeln) wird dieser einzigartige Stamm aufgrund seiner hervorragenden Fähigkeit eingesetzt, die Mund- und Darmflora ins Gleichgewicht zu bringen, pathogene Bakterien zu verdrängen und die Produktion nützlicher Substanzen (wie Dextrane) anzuregen, was im Rahmen eines ausgewogenen Lebensstils zu einem gesunden Mikrobiom beiträgt.
Eigenschaften, Herkunft und Zusammensetzung
Leuconostoc mesenteroides gedeiht natürlicherweise in Umgebungen mit hohem Salzgehalt (Salinität) und relativ niedrigen Temperaturen (10 °C bis 30 °C) und lagert sich meist in Paaren oder kurzen Ketten an. Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Probiotika ist diese Art ein „obligat heterofermentatives“ Milchsäurebakterium. Das bedeutet, dass ihr enzymatischer Abbauprozess komplexer ist: Neben Milchsäure produziert das Bakterium bei der Fermentation von Kohlenhydraten auch erhebliche Mengen an Essigsäure, Ethanol und Kohlendioxid. Dieser Prozess sorgt einerseits für die einzigartigen und vielschichtigen Geschmacksprofile fermentierter Lebensmittel und schafft andererseits ein leicht saures Milieu, das sowohl in Lebensmitteln als auch im menschlichen Darm und in der Mundhöhle hochwirksam krankmachende Bakterien hemmt und abtötet.
Ein weiteres wichtiges Merkmal ist, dass diese Bakterienstämme eine ausgezeichnete Haftfähigkeit (Adhäsion) an Schleimhautgewebe, einschließlich oraler Epithelzellen (Mundgewebe), besitzen. Zudem verfügen sie über Enzyme, mit denen sie Zucker in Dextrane umwandeln; diese langen Zuckerketten dienen nicht nur als natürliches Verdickungsmittel in Lebensmitteln, sondern bilden im Darm auch eine hervorragende Nahrungsquelle (präbiotischer Effekt) für andere nützliche Darmbakterien.
Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln und Probiotika
L. mesenteroides (wie der Stamm LM60 oder vergleichbare funktionelle Stämme) wird in spezialisierten Nahrungsergänzungsmitteln und klinischen Anwendungen vor allem für folgende Zwecke verwendet:
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Mundgesundheit und Zahnpflege: Studien zeigen, dass spezifische Stämme dieses Bakteriums eine stark hemmende (antagonistische) Wirkung gegen Streptococcus mutans (den Hauptverursacher von Karies) aufweisen. Es verhindert effektiv, dass diese schädlichen Bakterien Plaque und einen schützenden Biofilm auf den Zähnen bilden.
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Anti-Aging und Darmaufbau: In Premium-Präparaten (häufig in der Kategorie „50+“) wird der Stamm – oft dosiert in Milliarden KBE (Koloniebildenden Einheiten) und kombiniert mit Präbiotika wie Livaux – zur Unterstützung und Wiederauffüllung eines vielfältigen Darmmikrobioms verwendet, dessen Vielfalt mit zunehmendem Alter natürlicherweise abnimmt.
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Immunsystem und antivirale Unterstützung: Die intrazellulären Extrakte von L. mesenteroides besitzen immunmodulatorische Eigenschaften; klinische Zellstudien zeigen, dass sie die Expression bestimmter Gene (wie MX1) im Darm anregen, was eine direkte schützende Wirkung gegen spezifische Virusinfektionen bietet.
Tägliche Anwendung und Wohlbefinden
Bei Verwendung in angemessener Dosierung durch hochwertige, magensaftresistente Probiotika-Präparate oder durch den regelmäßigen Verzehr traditionell fermentierter Lebensmittel trägt L. mesenteroides erheblich zu einem gesunden inneren Ökosystem bei. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen weder eine vollwertige Ernährung noch eine medizinische Behandlung. Da dieses Bakterium natürlicherweise in unserer Nahrung vorkommt, gilt es allgemein als sicher und sehr wohltuend. Wie bei allen lebenden Bakterienstämmen ist jedoch bei Personen mit einem stark geschwächten Immunsystem Vorsicht geboten, da das Bakterium in äußerst seltenen Ausnahmefällen zu opportunistischen Infektionen führen kann. Bei schweren Vorerkrankungen ist daher stets ärztlicher Rat einzuholen.

